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Wir sind für den „Liebster Award“ Nominiert

Nominiert für den Liebster Award

Wir sind nominiert für den „Liebster Award“ und dürfen nun elf Fragen beantworten und im Anschluss weitere Blogger nominieren. Nominiert wurden wir von Nicole vom Schlaflose Muttis Blog.

In ihrem persönlichen Blog schreibt Nicole über ihr Leben als Mutter mit andauerndem Schlafentzug, hier kann sie ihren Gedanken freien lauf lassen und lernt nebenbei noch andere Muttis mit Schlafentzug kennen 🙂

So geht es:

1. Verlinke die Person / den Blog, der dich nominiert hat.
2. Beantworte die 11 Fragen, die dir gestellt wurden.
3. Wähle Blogger aus, die unter 1000 Follower haben und nominiere diese.
4. Sag der Person, die du nominiert hast, dass du sie nominiert hast.
5. Überlege dir 11 neue Fragen für die Person, die du nominiert hast!

Dies sind nun Nicoles Fragen an uns: (beantwortet von: meinem Papa)

1. Wann hast du mit dem Bloggen angefangen und warum?

Bereits seit Oktober 2013 schreibe ich einen Blog über Elai um die ganzen Ereignisse besser verarbeiten und einordnen zu können.
Bis September 2014 hatten wir einen Blog, welcher nur für Familienmitglieder erreichbar war. Über diesen Weg konnte man alle Interessierten schnell über die nächsten OPs, Therapien und Entwicklungsfortschritte informieren.

Da die Texte vielleicht auch für andere Eltern interessant sein könnten, deren Kind die gleichen oder ähnliche Diagnosen haben, haben meine Frau & Ich uns entschieden, einen Teil davon öffentlich unter Elai-bloggt.de zu machen und nun stetig weiter zu pflegen. Unser Blog soll andere Eltern informieren und ihnen Mut machen an ihr Kind zu glauben, es zu fördern und es anzunehmen wie es ist.

2. Was ist die Quelle deiner Kraft?

Ui, die Frage ist einfach zu beantworten. Meine Familie. Mein Sohn, wie er seit dem Tag seiner Geburt kämpft und nicht aufgibt, wie er trotz Schmerzen und Entbehrungen dennoch jeden Tag ein Lachen für uns hat. Er ist ein richtiges Steh-auf-Männchen.
Meine Tochter, weil sie eine wundervolle große Schwester ist. Ihren Bruder liebt und annimmt wie er ist. Weil sie ihn beschützt vor „dummen Leuten“, ihn motiviert zu essen, zu krabbeln und nun auch zu laufen. Dass sie ihn immer mitspielen lässt, auch wenn er das meiste noch kaputt macht.
Meine Frau, weil sie alles organisiert. Weil man sich auf ihr Bauchgefühl jederzeit verlassen kann. Weil sie trotz des ganzen Stress darauf achtet das die Familie zusammen bleibt. Das unsere Tochter sich nicht benachteiligt fühlt und sie sich für sie genau so viel Zeit nimmt, wie für unseren Sohn. Selbst dann, wenn für sie selbst keine Zeit mehr bleibt. Sie ist die aufopferungsvollste, liebenswerteste Frau und Mutter die ich kenne. Ich bin verdammt stolz auf sie und meine Kinder. Dies ist die Quelle meiner Kraft.

3. Was war der glücklichste Moment in deinem Leben?

Nun, ich denke der glücklichste Moment in meinem Leben war, als ich die Reaktion meiner Tochter auf Elai gesehen habe. Sie hatte keinerlei Berührungsangst mit ihm. Als Erwachsener sieht man ein Baby in einem Wärmebett liegen, man sieht die vielen Kabel und Schläuche die aus der Wand und von Geräten zum Bettchen führen. Man hört das Piepsen und Brummen der Monitore und Sauerstoffgeräte. Man riecht das Desinfektionsmittel und die Hände jucken schon vom ständigen gebrauch. Doch meine Tochter hat dies alles so nicht gesehen. Sie hat nur IHREN KLEINEN BRUDER gesehen. Dies war für mich der schönste und befreiendste Moment an den ich mich gerne erinnere.

4. Was glaubst du, wie sieht dein Leben in 5 Jahren aus, was würdest du dir wünschen?

Wie mein Leben aussieht? Na, da fällt mir genug ein…
– Das Kinderzimmer von Elai ist auch tatsächlich ein Kinderzimmer. In seinem Kleiderschrank sind keine Bedarfs- und Hilfsmittel mehr. Keine Absaugkatheter, keine feuchten Nasen oder Ersatz-Buttons mehr. Sondern endlich wieder Anziehsachen.
– Er hat kein Tracheostoma mehr und von der Magensonde sind wir dann schon lange weg
– Abends sitzt in seinem Kinderzimmer kein Pflegepersonal mehr auf dem Sofa und überwacht seine Vitalwerte
– Meine Tochter hat Spaß in der Schule und danach erzählt sie gerne was sie alles erlebt hat
– Sie geht einmal in der Woche zu etwas, woran sie Freude hat (Reiten, Musizieren, Tanzen, im Garten arbeiten etc.)
– Meine Frau blickt auf die letzten 5 Jahre zurück und bereut keine Entscheidung und ist auf sich stolz wie sie alles mit Bravour gemeistert hat
– Ich wünsche mir das wir in den letzten 5 Jahren mindestens zwei mal im Urlaub waren um uns von all dem Stress der letzten Monate und Jahre zu erholen
– Im Berufsleben läuft alles gut, die vielen kurzfristigen, bedingt durch Elais Krankheit, Urlaubsanträge sind deutlich weniger geworden und mein Chef ist zufrieden mit meiner Arbeit und mir

5. Was nervt dich am meisten an anderen Menschen?

Glotzen! Glotzen und dann nicht den Mut im „Schritt“ haben uns auf Elai und seine Krankheit anzusprechen. Einfach Fragen was er am Hals trägt, warum wir ihn absaugen müssen. Warum wir ständig mit einer großen Anzahl an Taschen und Geräten unterwegs sind. Ebenso nerven mich sehr die Eltern, die meinen sie müssten ihre Kinder aus der Nähe von Elai wegholen, weil „man weiß ja nicht was er hat“. Kinder sind so viel ehrlicher und direkter. Davon könnten sich manche Menschen eine dicke Scheibe abschneiden. Ach ja, mangelnde Empathie. Das nervt auch. Vielleicht erwarte ich aber auch einfach zu viel?!

6. Welcher Jahreszeitentyp bist du? Magst du den Frühling, Sommer, Herbst oder Winter?

Ganz klar, Winter!!! Ich liebe den Schnee. Ich mag es, wenn die Welt unter der Schneehaube sauber aussieht. Und durch den Schnee die Umgebungsgeräusche gedämpft werden. Es liegt dann so eine Friedlichkeit und Ruhe in der Luft. Unbezahlbar! Wer aus dem Bergischen Land kommt, dem möchte ich das Freilichtmuseum Lindlar im Winter ans Herz legen. Mehr Naherholung und Wellness für die Seele ist bei einem Spaziergang nicht möglich. Wenn man oben am Nordtor steht und auf das Museumsgelände hinab Blickt, fühlt man sich um Jahrzehnte zurück versetzt.

7. Hast du ein Lieblingsbuch? Wenn ja, welches?

Ich lese nicht besonders viel. Aber an ein Buch erinnere ich mich noch sehr gerne. Es ist die erste Erinnerung an ein Buch überhaupt. Ich war wohl so zwischen 14 und 16 Jahre alt, als ich bei meiner Oma im Schrank das Buch >>Hallo Mister Gott, hier spricht Anna<< fand. Ich habe es für meine damaligen Verhältnisse nahezu verschlungen, ich hatte nie zuvor ein Buch in diesem Tempo und mit dieser Lust gelesen, wie eben jenes. Ich weiß auch nicht mehr viel über dieses Buch. Aber ich weiß, dass es mich auf eine besondere Art berührt hat. Das ich gut fand, was ich da gelesen habe. Ja, dass es mich in meiner Denke unterstützt hat. Vielleicht sollte ich es noch mal lesen?!

8. Welchen Traum möchtest du dir irgendwann einmal erfüllen?

Meine Frau hat mir von New York vorgeschwärmt. Wir wollten auch eigentlich nach unserer Hochzeit dorthin gefahren sein. Aber weder zeitlich noch finanziell hat es damals geklappt. Heute können wir nicht fliegen, solange Elais Luftröhre so instabil ist und er auf ein Tracheostoma angewiesen ist. Aber wenn das alles hinter uns liegt, dann wäre es traumhaft schön, dass wir als Familie nach New York fliegen können. Dorthin wo in einer McDonalds Filiale ein Klavier steht, an dem ein Pianist sitzt und „Fahrstuhl“- Musik klimpert.

9. Was ist dein liebstes Hobby und warum?

Erstellung von Webseiten mit WordPress. Für mich, für dich, für alle.
Das Tolle an diesem Hobby ist, dass ich es von Daheim betreiben kann. Ich muss nicht weg von meiner Familie, sondern bin im Notfall direkt vor Ort. Desweiteren bietet dieses Hobby schnelle, schöne Ergebnisse. Du siehst direkt, was du „erschaffen“ hast. Und wenn es dir doch mal nicht so gefallen sollte, löschst du einfach die Dateien und die Datenbank und fängst wieder von vorne an. Der Austausch in Foren zu dem Thema ist schier unendlich möglich. Es gibt so viel Neues jeden Tag zu lesen und zu entdecken. Es macht mir Spaß und kostet nicht viel Geld.

10. Womit kann man dich begeistern oder dir eine Freude machen?

Mit Freundlichkeit, Ehrlichkeit & Interesse.

11. Bist du gern in sozialen Netzwerken unterwegs?

Naja, gerne?! Schwierige Frage. Teils ja, teils nein. Es ist schon toll was man dort alles „erleben“ kann und wen man so trifft aus längst vergangenen Tagen.
Ich bin ehrlich gesagt auch jeden Tag bei Facebook online, aber es fühlt sich eher nach einem „Zwang“ an, als ein netter Zeitvertreib. Ich habe sogar eine Zeitlang mit dem Gedanken gespielt mich bei Facebook zu löschen. Aber noch bin ich „drin“.

Blogs die wir nominieren

http://luftkommas.blogspot.de
http://add2fam.wordpress.com
http://www.lottejakob.blogspot.de
http://papamithut.de/

Unsere Fragen an euch

1. Wie kamst Du dazu, zu bloggen?
2. Ist das Bloggen für dich Pflicht oder Kür?
3. Wie wichtig sind dir deine Leser?
4. Hast du für deinen Blog auch einen Account in den sozialen Medien?
5. Bist Du ein Stadt- oder Landmensch?
6. Wo würdest du gerne mal ein Jahr verbringen?
7. Was denkst/fühlst du, wenn du einen behinderten Menschen siehst?
8. Wie verbringst Du einen regnerischen Sonntag?
9. Was würdest du gerne mal machen, hast dich aber noch nicht getraut?
10. Über was kannst Du am meisten lachen?
11. Wann hast Du zuletzt jemanden überrascht & womit?

Wir sind sehr gespannt & freuen uns schon jetzt auf eure Antworten.

Herzlichst, Elais Papa

2 Kommentare

  1. Hallo Elais Papa:)

    Vielen Dank für deine ehrlichen Antworten. Ich war zum Teil wirklich sehr ergriffen und ich bin beeindruckt davon, wie ihr die Situation meistert! Ich wünsche euch weiterhin ganz viel Kraft!!!

    Ganz liebe Grüße und vielen Dank fürs Mitmachen
    Nicole

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